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Goethe Zitate + Sprüche

Schöne Sprüche, Zitate und Aphorismen von Wolfgang von Goethe. Berühmte und bekannte oder aus Faust, über Liebe und Tod oder zum Geburtstag...

Sich verändern

Man muss sich immerfort verändern, erneuern, verjüngen, um nicht zu verstocken.

(Goethe an Kanzler von Müller, 1830)

Im Grunde sind wir kollektive Wesen

Im Grunde aber sind wir alle kollektive Wesen,
wir mögen uns stellen, wie wir wollen. Denn wie
weniges haben und sind wir, das wir im reinsten
Sinne unser Eigentum nennen! Wir müssen alle
empfangen und lernen, sowohl von denen, die vor
uns waren, als von denen, die mit uns sind.
Selbst das größte Genie würde nicht weit kommen,
wenn es alles seinem eigenen Innern verdanken wollte.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter)

zu Johann Peter Eckermann 17. Februar 1832.

Verlassen müssen

Ängstlich ist es immer zu suchen, aber viel ängstlicher,
gefunden zu haben und verlassen zu müssen.

(von Goethe)

Ein letztes Glück

Der erfährt, er sei auch, wer er mag,
ein letztes Glück und einen letzten Tag.

(von Goethe)

Reichtum und Schnelligkeit

Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt, Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mögliche Fazilitäten der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu überbieten, zu überbilden und dadurch in der Mittelmässigkeit zu verharren

(von Goethe, an Carl Friedrich Zelter, 1825)

Freiheit

Freiheit! ein schönes Wort, wer's recht verstände.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

Frage - Antwort

Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig
fragen.

(von Goethe)

Den Augenblick ergreifen

Ein jeder lernt nur, was er lernen kann, doch der den Augenblick ergreift, das ist der rechte Mann.

(von Goethe)





Zufriedenheit

Man sagt mir wieder, dass die Menschen, die mich unterwegs gesehen haben, sehr wenig mit mir zufrieden sind. Ich will es gern glauben, denn auch niemand von ihnen hat zu meiner Zufriedenheit beigetragen. Was weiss ich, wie es zugeht, dass die Gesellschaften mich drücken, dass die Höflichkeit mir unbequem ist, dass das, was sie mir sagen, mich nicht interessiert, dass das, was sie mir zeigen, mir entweder gleichgültig ist oder mich ganz anders aufregt. Seh ich eine gezeichnete, eine gemalte Landschaft, so entsteht eine Unruhe in mir, die unaussprechlich ist. Die Fusszehen in meinen Schuhen fangen an zu zucken, als ob sie den Boden ergreifen wollten, die Finger der Hände bewegen sich krampfhaft, ich beisse in die Lippen, und es mag schicklich oder unschicklich sein, ich suche der Gesellschaft zu entfliehen, ich werfe mich der herrlichen Natur gegenüber auf einen unbequemen Sitz, ich suche sie mit meinen Augen zu ergreifen, zu durchbohren und kritzle in ihrer Gegenwart ein Blättchen voll, das nichts darstellt und doch mir so unendlich wert bleibt, weil es mich an einen glücklichen Augenblick erinnert, dessen Seligkeit mir diese stümperhafte Übung ertragen hat. Was ist denn das, dieses sonderbare Streben von der Kunst zur Natur, von der Natur zur Kunst zurück?

(aus Erzählungen, Briefe aus der Schweiz, erste Abteilung)

Talent

Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

(Tassos, Leonore, I,2)

Die Kunst

Die Kunst kann niemand fördern als der Meister. Gönner fördern den Künstler, das ist recht und gut; aber dadurch wird nicht immer die Kunst gefördert.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 5.B.1.H)

Leben nicht vertrösten

Wir wollen einander nicht aufs ewige Leben vertörsten. Hier noch müssen wir glücklich sein.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

Leisten

Wenn der Mensch alles leisten soll, was man von ihm fordert, so muss er sich für mehr halten, als er ist.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 3.B.1.H)

Absurde

Solange das nicht ins Absurde geht, erträgt man's auch gern.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 3.B.1.H)

Arbeit

Die Arbeit macht den Gesellen.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 3.B.1.H)

Gewisse Bücher

Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 3.B.1.H)

Zustand eines Gehirns

Es ist weit eher möglich, sich in den Zustand eines Gehirns zu versetzen, das im entschiedensten Irrtum befangen ist, als eines, das Halbwahrheiten sich vorspiegelt.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 3.B.1.H)

Sommerzeit

Über jene Gärten hinaus, über Stadtmauern und Wälle sah man in eine schöne Fruchtbare Ebene... . Dort lernte ich sommerszeit meine Lektionen, wartete die Gewitter ab und konnte mich an der untergehenden Sonne, gegen welche die Fenster gerade gerichtet waren, nicht satt genug sehen.

(Johann Wolfgang von Goethe, Erinnerungen, Dichtung und Wahrheit)

Goethe Zitaten + Sprüche zum Geburtstag

Ziele

Es soll nicht genügen, dass man Schritte tue, die einst zum Ziele führen, sondern jeder Schritt soll Ziel sein und als Schritt gelten.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Ein neues Jahr

Ein neues Jahr hat neue Pflichten,
ein neuer Morgen ruft zu frischer Tat.
Stets wünsche ich ein fröhliches Verrichten
und Mut und Kraft zur Arbeit früh und spat.

(Goethe)

Zwecke im Auge halten

Habe Deine Zwecke im Ganzen vor Augen und lasse Dich im Einzelnen durch die Umstände bestimmen.

(Goethe)

Wichtige Ziele

Nur eine papierne Scheidewand trennt uns öfters von unseren wichtigsten Zielen, wir dürfen sie keck einstossen und es wäre getan.

(Goethe)





Ein guter Abend

Ein guter Abend kommt heran, wenn ich den ganzen Tag getan.

(Goethe)

Das Alter ist

Das Alter ist ein höflicher Mann:
Einmal übers andre klopft er an,
aber nun sagt niemand: Herein!
Und vor der Türe will er nicht sein.
Da klinkt er auf, tritt ein so schnell,
und nun heißt's, er sei ein grober Gesell.

(Goethe)

Augenblick verewigen

Behagen schaut nicht vorwärts, nicht zurück, und so verewigt sich der Augenblick.

(Goethe)

Die Tage nutzen

Nutze deine jungen Tage,
lerne zeitig klüger sein.
Auf des Glückes grosser Waage
steht die Zunge selten ein;
du musst steigen oder sinken;
du musst herrschen und gewinnen
oder dienen und verlieren,
leiden oder triumphieren;
Amboss oder Hammer sein.

(Goethe)

Jugend

Wenn die Jugend ein Fehler ist, so legt man ihn sehr bald ab.

(Goethe, Aphorismen und Aufzeichnungen, Nachlass)

Alter - Jugend

In der Jugend bald die Vorzüge des Alters gewahr zu werden, im Alter die Vorzüge der Jugend zu erhalten, beides ist nur ein Glück.

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Nachlass)

Das Beste tun

Willst du das Beste tun,
so bleib nicht auf dir selber ruhn;
sondern folge eines Meisters Sinn;
mit ihm zu irren, ist dir Gewinn.

(Goethe)

Zweck des Lebens

Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst.

(Goethe)

Täglich ein kleines Lied

Man soll alle Tage wenigstens
ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und,
wenn möglich zu machen wäre,
einige vernünftige Worte sprechen.

(Goethe)

Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen

Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen,
deswegen haltet euch nicht wie Schlaraffen;
harte Bissen gibt es zu kauen:
Wir müssen erwürgen oder sie verdauen.

(Goethe)

Wonach trachten

Wonach soll man am Ende trachten?
Die Welt zu kennen und sie nicht verachten.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter)

Liebe Zitate + Sprüche von Goethe

Herz voll Liebe

Ach! Warum muss mein Herz so voll von Liebe sein!

(aus die Laune des Verliebten)

Ziele

Jeder Jüngling sehnt sich, so zu lieben,
Jedes Mädchen, so geliebt zu sein;
Ach, der heiligste von unsern Trieben,
Warum quillt aus ihm die grimme Pein?

(von Goethe)

Kantilene

Die Fülle der Liebe und jedes leidenschaftlichen Glücks verewigend.

(aus Aphorismen und Aufzeichnungen, aus dem Nachlass)

Liebe und Leben

Doch überwiegt das Leben alles, wenn die Liebe in seiner Schale liegt!

(Goethe)

Die Liebe

Die Liebe, deren Gewalt die Jugend empfindet, ziemt nicht dem Alten, so wie alles, was Produktivität voraussetzt. Dass diese sich mit den< Jahren erhält, ist ein seltner Fall.

(Aphorismen u. Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 6.B. 1.H.)





In einem Blick

In einem deiner Blicke
Liegt Sonnenschein und Glück.

(aus dem Gedicht ein grauer trüber Morgen)

Freundschaft Zitate + Sprüche von Goethe

Bekanntschaften und Freundschaften

Ältere Bekanntschaften und Freundschaften haben vor neuen
hauptsächlich das voraus, dass man sich einander schon viel
verziehen hat.

(Goethe)

Bei Freunden lässt man sich gern gehen

Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen,
da merkt man auf, das sucht man seinen Zweck
in ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen.
Allein bei Freunden lässt man sich frei gehn,
man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt
sich eine Laune, ungezähmter wirkt
die Leidenschaft, und so verletzen wir
am ersten die, die wir am zartesten lieben.

(aus Tassos 3.4, Antonio)

Recht menschlich

Wenn er recht menschlich ist, so wird er auch
Den Schatten gern mit einem Manne teilen,
Der ihm die Ruhe süß, die Arbeit leicht
Durch ein Gespräch, durch holde Töne macht.
Der Baum ist breit, mein Freund, der Schatten gibt,
Und keiner braucht den andern zu verdrängen.

(aus Tassos 3.4, Leonore)

Was uns belebt

Gut! Selbst das beweist ja schon,
Dass es nur Freundschaft ist, was uns belebt.
Und wenn wir denn auch Lieb um Liebe tauschten,
Belohnten wir das schöne Herz nicht billig,
Das ganz sich selbst vergisst und hingegeben
Im holden Traum für seine Freunde lebt?

(aus Tassos 3.4, Leonore)

Wenn man zu Freunden kommt

Man sollte nicht so lange allein bleiben, man versenkt sich in
gewisse Interesses die den ganzen Geist einnehmen und wenn
man in die Welt, ja zu Freunden kommt; so sieht man dass aussen
keine Spur vorhanden ist von dem was uns innerlich beschäfftigt
und dass man sein eigenstes gerade am wenigsten anknüpfen kann.
Diese Reflexion zur Antwort Ihres freundlichen Billets.
Sehen wir Sie heute? Es werden gute Sachen vorgetragen.

(an Charlotte von Stein, Briefe 1773-1832)

Worauf es ankommt

Es kommt nicht darauf an, dass Freunde zusammenkommen, sondern darauf, dass sie übereinstimmen.

(Goethe)

Für ewig

Denn was der Mensch in seinen Erdeschranken
Von hohem Glück mit Götternamen nennt,
Die Harmonie der Treue, die kein Wanken,
Der Freundschaft, die nicht Zweifelsorge kennt;
Das Licht, das Weisen nur zu einsamen Gedanken,
Das Dichtern nur in schönen Bildern brennt,
Das hatt ich all in meinen besten Stunden
In ihr entdeckt und es für mich gefunden.

(aus Gedichte, Lyrisches)

Lebendig

Aber wenn man sich ganz fühlt, und still ist und die reinen Freuden
der Liebe und Freundschaft geniesst, dann ist durch eine besondere
Sympathie jede unterbrochene Freundschaft, jede halbverschiedne
Zärtlichkeit wieder auf einmal lebendig.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter)

Trauer + Tod Sprüche Zitate

Alles verändert sich

Alles verändert sich,
aber dahinter ruht ein Ewiges.

(Goethe)

Was man tief im Herzen besitzt

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

(Goethe)

Eines Morgens wachst du nicht mehr auf

Eines Morgens wachst du nicht mehr auf.
Die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf. -
Nur du bist fortgegangen -
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück.

(Goethe)

Himmlische Mächte

Wer nie sein Brot mit Tränen ass,
Wer nicht die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend sass,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte!

(Aphorismen und Aufzeichnungen, Kunst und Altertum, 5.B.1.H)

Sehen was bleibt

O blicke nicht nach dem, was jedem fehlt; Betrachte, was noch einem jeden bleibt!

(Goethe aus: Leonore, III,2)

Ich bin bei dir

Ich bin bei Dir,
du seist auch noch so ferne,
du bist mir nah!
Die Sonne sinkt,
bald leuchten mir die Sterne.
O wärst Du da!

(Goethe)

Bekannte und berühmte Zitate

Es ist nicht genug

Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

(Goethe)

Sehnsucht

Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide!

(Goethe)

Lieben und irren

Wer nicht mehr irrt und nicht mehr liebt, der lasse sich begraben.

(Goethe)

Was man im Herzen besitzt

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

(Goethe)

Hoffnung

Hoffnung ist die zweite Seele der Unglücklichen.

(aus: Maximen und Reflexionen)

Mit den Jahren

Mit den Jahren steigern sich die Prüfungen.

(aus: Maximen und Reflexionen)

Vollkommenheit

Vollkommenheit ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die Norm des Menschen.

(Maximen und Reflexionen)

Widerspruch

Widerspruch und Schmeichelei machen beide ein schlechtes Gespräch.

(Maximen und Reflexionen)

Weisheit

Die Weisheit ist nur in der Wahrheit

(aus: Maximen und Reflexionen)

Trennung

In jeder grossen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muss sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.

(aus: Aphorismen und Aufzeichnungen, aus dem Nachlass)

Älter werden wollen

Dabei müssen wir nichts sein, sondern alles werden wollen.

(Geschriebenn in einem Brief 1770 an einen Frankfurter Bekannten)

Nach allen Seiten

Willst du ins Unendliche schreiten, geh nur im Endlichen nach allen Seiten.

(Goethe)

Faust Zitate + Sprüche

Der Weisheit letzter Schluss

Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.

(Faust II, Vers 11574 ff.)

Besonders aber lasst

Besonders aber laßt genug geschehn!
Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn.
Wird vieles vor den Augen abgesponnen,
So daß die Menge staunend gaffen kann,
Da habt Ihr in der Breite gleich gewonnen,
Ihr seid ein vielgeliebter Mann.

(Faust, eine Tragödie, Vorspiel auf dem Theater, Direktor)

Die Kunst

Die Kunst ist lang! Und kurz ist unser Leben.

(Faust I, Vers 558 f. / Wagner)

Die Sonne tönt

Die Sonne tönt, nach alter Weise,
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

(Faust, Prolog im Himmel, Raphael)

Des Menschen Tätigkeit

Des Menschen Tätigkeit kann allzuleicht erschlaffen,
Er liebt sich bald die unbedingte Ruh;
Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu,
Der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen.

(Faust I, Vers 340 ff.)

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