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Kurze Goethe Gedichte

Jung werden

Doch wieder jung in seinen Kindern werden,
Auf ewge Tage sich zu freun,
Das ist das höchste Glück auf Erden
Und ist der ganzen Welt gemein.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter, aus: Maskenzug 1818)

Zwischen heut und morgen

Zwischen heut und morgen
Liegt eine lange Frist;
Lerne schnell besorgen,
Da du noch munter bist.

(Goethe, Sprichwörtlich)

Der Schmerz der Liebe

Der Schmerz der Liebe, wie die Liebe, bleibt
Unteilbar und unendlich. Fühl ich doch,
Welch ungeheures Unglück den betrifft,
Der seines Tages gewohntes Gut vermisst.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter, aus: die natürliche Tochter, Dritter Aufzug)

Dichter

Den Dichter könnt ihr mir nicht nehmen,
Den Menschen geb ich euch preis;
Auch der darf sich nicht schämen,
Greift doch an euren Steiss.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter, aus: Zahme Xenien)

Dich kosen

Ists möglich, daß ich, Liebchen, dich kose,
Vernehme der göttlichen Stimme Schall!
Unmöglich scheint immer die Rose,
Unbegreiflich die Nachtigall./

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

Aug um Ohr

Was dem Auge dar sich stellet,
Sicher glauben wir's zu schaun,
Was dem Ohr sich zugesellet,
Gibt uns nicht ein gleich Vertraun;
Darum deine lieben Worte
Haben oft mir wohlgetan,
Doch ein Blick am rechten Orte,
Übrig läßt er keinen Wahn.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Getrennt

Bist du von deiner Geliebten getrennt
Wie Orient vom Okzident,
Das Herz durch alle Wüsten rennt;
Es gibt sich überall selbst das Geleit,
Für Liebende ist Bagdad nicht weit.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Erkanntes Glück

Was bedächtlich Natur sonst unter viele verteilet,
Gab sie mit reichlicher Hand alles der Einzigen, ihr.
Und die so herrlich Begabte, von vielen so innig Verehrte,
Gab ein liebend Geschick freundlich dem Glücklichen, mir.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Für ewig

Denn was der Mensch in seinen Erdeschranken
Von hohem Glück mit Götternamen nennt,
Die Harmonie der Treue, die kein Wanken,
Der Freundschaft, die nicht Zweifelsorge kennt;
Das Licht, das Weisen nur zu einsamen Gedanken,
Das Dichtern nur in schönen Bildern brennt,
Das hatt ich all in meinen besten Stunden
In ihr entdeckt und es für mich gefunden

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Zeichen der Zeit

Hör auf die Worte harum horum:
Ex tenui spes seculorum.
Willst du die harum horum kennen,
Jetzt werden sie dir sich selber nennen.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Suleika

Als ich auf dem Euphrat schiffte
Streifte sich der goldne Ring
Fingerab in Wasserklüfte,
Den ich jüngst von dir empfing.
Also träumt ich Morgenröte
Blitzt ins Auge durch den Baum.
Sag, Poete, sag, Prophete!
Was bedeutet dieser Traum?

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Anliegen

O schönes Mädchen du,
Du mit dem schwarzen Haar,
Die du ans Fenster trittst,
Auf dem Balkone stehst!
Und stehst du wohl umsonst?
O stündest du für mich
Und zögst die Klinke los,
Wie glücklich wär ich da!
Wie schnell spräng ich hinauf!

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




An seine Spröde

Siehst du die Pomeranze?
Noch hängt sie an dem Baume;
Schon ist der März verflossen,
Und neue Blüten kommen,
Ich trete zu dem Baume
Und sage : Pomeranze,
Du reife Pomeranze,
Du süße Pomeranze,
Ich schüttle, fühl, ich schüttle,
O fall in meinen Schoß!

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Bekannte kurze Goethe Gedichte
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Wanderers Nachtlied


Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Kommt Zeit, kommt Rat

Wer will denn alles gleich ergründen!
Sobald der Schnee schmilzt, wird sich's finden.
Hier hilft nun weiter kein Bemühn!
Sind's Rosen, nun, sie werden blühn.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Blumengruss

Der Strauß, den ich gepflücket,
Grüße dich vieltausendmal!
Ich habe mich oft gebücket,
Ach, wohl eintausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket
Wie hunderttausendmal!

(Johann Wolfgang von Goethe)




Mignon

Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh ich ans Firmament
Nach jener Seite.
Ach, der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite.
Es schwindelt mir, es brennt
Mein Eingeweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!

(Goethe)




Kein Wesen

Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen!
Das Ew'ge regt sich fort in allen,
Am Sein erhalte dich beglückt!
Das Sein ist ewig: denn Gesetze
Bewahren die lebend'gen Schätze,
Aus welchen sich das All geschmückt.

(Johann Wolfgang von Goethe)




Gleich und gleich

Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: –
Die müssen wohl beide
Füreinander sein.

(Goethe)


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